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  SCHWANGERSCHAFTSTEST / SCHWANGERSCHAFTSVORSORGE
Allgemeines

Toxoplasmose-Untersuchungen
Neben den gesetzlichen Leistungen der Mutterschaftsvorsorge ist die Untersuchung auf Toxoplasmose-Antikörper sinnvoll. Die Krankenkassen übernehmen die Testkosten jedoch nur, wenn ein begründeter Verdacht auf Toxoplasmose-Infektion vorliegt bzw. ein anamnestisches Risiko besteht.
Sinnvoll ist diese Untersuchung aber sicher für jede Schwangere, um bei fehlender Immunität den Kontakt mit möglicherweise Toxoplasmose-infizierten Dingen wie rohem Fleisch oder Katzenkot zu vermeiden.

  Untersuchung zur Risikoabschätzung des Morbus Down (Mongolismus)  
  Aus den Serumwerten für humanes Choriongonadotropin, AFP und freies Östriol wird unter Berücksichtigung des mütterlichen Alters mit Hilfe eines Computerprogrammes das individuelle Down-Risiko berechnet. Die Treffsicherheit dieses Tests liegen bei 50% - 60%, d.h. aber auch, daß ca. 40% der Down-Syndrom-Schwangerschaften mit diesem Test nicht erkannt werden. Trotzdem liegt die Entdeckungsrate deutlich höher als bei alleiniger Berücksichtigung des mütterlichen Alters.

Schwangeren über 35 Jahren muß nach wie vor eine Amniozentese angeboten werden, nur diese ermöglicht die zweifelsfreie Diagnose Trisomie 21. Da jedoch 75% der Kinder mit Down-Syndrom von Müttern geboren werden, die jünger als 35 Jahre sind, sollte für diese Altersgruppe der Triple-Test erwogen werden.

Da die Sensitivität (Entdeckungsrate) des Tests relativ gering ist und der Anteil falsch positiver Werte bei ca. 5% liegt, muss die Indikation zur Durchführung dieses Testes kritisch gestellt werden. Außerdem sollte die Patientin vorher über die möglichen Konsequenzen (genetische Beratung, Amniozentese) eines positiven Testergebnisses aufgeklärt werden.

Der Triple-Test definiert zusätzlich das Risiko für Neuralrohrdefekte sowie für Trisomie 18.

 
Untersuchungsspektrum  
  • Triple-Test (AFP, HCG, freies Östriol)
  • AFP (auch als Risikoparameter für den Neuralrohrdefekt)
  • HCG (auch als Schwangerschaftstest)
  • freies Östriol (auch zur Überprüfung der Plazentafunktion)
  • Toxoplasmose IgG-Suchtest

 
Untersuchungsmaterial
10 ml Vollblut
Für die Untersuchung auf Down-Syndrom sind nur Serumproben geeignet, die in der 15.-20. SSW entnommen wurden. Um bei auffälligem Testbefund genügend Zeit für weitergehende genetische Untersuchungen zu haben, empfiehlt sich eine Blutentnahme möglichst zu Beginn der 16. SSW.
Notwendige Angaben für die Risikoberechnung: Geburtsdatum, Körpergewicht, Schwangerschaftswoche nach Ultraschall und rechnerisch (erster Tag der letzten Regel).


 
Bewertung
Die Toxoplasmose-Befunde werden gemäß den Richtlinien des Robert-Koch-Institutes interpretiert.
Ist das durch den Triple-Test ermittelte individuelle Down-Syndrom-Risiko auffällig, gehört die Frau zu einer Risikogruppe.
Durch genetische Beratung kann entschieden werden, ob eine pränatale Chromosomenanalyse sinnvoll ist. Durch diese wird festgestellt, ob der Fetus tatsächlich vom Down-Syndrom oder einer anderen Chromosomenanomalie betroffen ist. Dieses wird nur bei einem sehr kleinen Teil der Patientinnen mit auffälligem Triple-Test der Fall sein.

 
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