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PARODONTALERKRANKUNGEN |
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Allgemeines |
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Untersuchungsmaterial |
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Es ist heute allgemein anerkannt, dass Verursacher von Gingivitis bzw. Parodontitis und Periimplantitiden gramnegative anaerobe Bakterien sind. Ein großer Teil der behandlungsbedürftigen Parodontitiden lässt sich mittels konventioneller Therapie (mechanische Entfernung von Plaque, Mundhygienemaßnahmen) stabilisieren. Bei refraktärer Parodontitis, bei der trotz konventioneller Therapie ein Attachmentverlust von Zähnen nicht aufgehalten werden kann, ist die mikrobiologische Diagnostik indiziert (Stellungsnahmen der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie und der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten, 1999). Unsere mikrobiologische Diagnostik umfasst die wichtigsten parodontopathogenen Keime Actinobacillus actinomycetemcomitans, Porphyromonas gingivalis, Prevotella intermedia, Tannerella fosythensis (frühere Bezeichnung: Bacteroides forythus) und Treponema denticola. Diese Keime weisen eine starke bis sehr starke Korrelation zum klinischen Schweregrad auf. Anhand der semiquantitativen Differentialdiagnose wird in der Befundmitteilung eine differenzierte antibiotische Therapie empfohlen. Das Prinzip des mikrobiologischen Tests (microDent) beruht auf dem Nukleinsäurenachweis mittels Amplifikationstechnik (Polymerase-Kettenreaktion). Diese Technik ist die derzeit sensitivste und spezifischste Nachweismethode von Keimen. Da hierbei keine lebenden Keime nachgewiesen werden, sondern deren spezifische Nukleinsäuren-Zusammensetzung, sind Versandbedingungen und Versanddauer unproblematisch. Mit den kostenlos bereitgestellten Probenentnahmesets können einzelne lokale Entnahmestellen oder ein Pool mehrerer Entnahmestellen (Screeningverfahren) untersucht werden.
In der Pathogenese von Parodontalerkrankungen sind auch die Abwehrreaktionen des Wirtes beteiligt, die zur Gewebezerstörung beitragen. Bei einem Teil der Patienten kommt es zu einer Überempfindlichkeitsreaktion, die erblich bedingt ist und den Schweregrad der Erkrankung beeinflusst. Diese erblich bedingte Parodontitisanfälligkeit kann mit einem weiteren Test (Interleukin-1-Genpolymorphismus) bestimmt werden, dessen positives Ergebnis eine Indikation für eine alternative Therapieplanung ist.
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Subgingivale Plaqueproben entnommen mittels Papierspitzen des Probenentnahmesets |
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Indikationen für eine mikrobiologische Untersuchung der Subgingivalflora |
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- therapieresistente, refraktäre Parodontitis
- rasch progressiv verlaufende Parodontitis
- periimplantäre Infektionen
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