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[ Ärzteinfo > Laborinformation > Marcumar-Diätanweisung ]
  MARCUMAR-DIÄTANWEISUNG
 


Wird eine Langzeitbehandlung mit Antikoagulantien vom Cumarintyp durchgeführt, ist daran zu denken, dass Veränderungen von Lebensgewohnheiten ( z.B. Diät oder auch Änderung der Ernährungsweise) ebenso wie Erkrankungen (z.B. Durchfälle, Fieber oder auch Alkoholabusus) zu Veränderungen des Quick-Wertes führen. So führt die Aufnahme von größeren Mengen Vitamin K-reicher Nahrungsmittel zu einem Anstieg des Quick-Wertes.

Viel Vitamin K enthalten:
Grünkohl, Rotkohl, Fenchel, Weißkohl, Rosenkohl, Wirsing.
Mäßig Vitamin K enthalten:
Tomaten.
Wenig Vitamin K enthalten:
Schnittbohnen, grüne Erbsen, Leber.

Vitamin K-reiche Gemüse und Leber dürfen von Marcumar-Patienten nur in kleinen Mengen verzehrt werden.
Cumarin kommt als Glykosid in Waldmeister und Kirschen vor.

Ebenso führt die Einnahme von Medikamenten zu Quick-Wert-Veränderungen.


 
Medikamente mit stark verstärkender Wirkung-Tendenz zu niedrigen Quickwerten Pyrazolonderivate, insbesondere D-Thyroxin, Phenylbutazon, Etacrynsäure, Allopurinol, Amiodaron, Glucagon, Antibiotika, Isoniazid, Clofibrat, Langzeitsulfonamide, Danazol, Penicilline


Medikamente mit mäßig verstärkender Wirkung-Tendenz zu niedrigen Quickwerten Acetylsalicylsäure (hoch dosiert), Disulfiram, Paracetamol (langfristig hochdosiert), 6-Mercaptopurin, Anabolika, Reserpin, Chloralhydrat, Chloramphenicol, Sulfonylharnstoffe


Medikamente mit hemmender Wirkung-Tendenz zu erhöhten Quickwerten Barbiturate, Laxantien, Cholestyramin Ovulationshemmer, Corticosteroide, Rifampicin, Diuretika, Tegretal

 
   
 
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