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[ Patienteninfo > Darmkrebs ]
  DARMKREBS

Leistung der gesetzlichen
Krankenversicherungen

Einmalig bis zum vollendeten 55. Lebensjahr: Gesamtspiegelung des Dickdarms bis zum Übergang des Dünndarms.

Ab dem 56 Lebensjahr eine Koloskopie (Dickdarmspiegelung) einmal in 10 Jahren.

Empfohlene Individuelle
Gesundheits-Leistungen (IGeL)

Ab dem 50. Lebensjahr einmal pro Jahr: Test zur Tumor M2-PK-Bestimmung

Ein Stuhlröhrchen, in dem Sie die Stuhlprobe zur Untersuchung abgeben können, erhalten Sie in unserer Praxis.

  Warum hört man so selten, dass jemand an Darmkrebs erkrankt ist? Leider nicht, weil die Krankheit nur selten auftritt, sondern weil das Thema für viele Menschen ein Tabu ist. Erst seit Kampagnen wie dem TV-Aufklärungsspot des Regisseurs Wim Wenders dringen die Fakten zu dieser Krebserkrankung deutlicher in die öffentliche Diskussion. Auf den Punkt gebracht: Darmkrebs ist weltweit die dritthäufgste Krebsart. Allein in Deutschland werden jährlich ca. 60.000 neue Fälle diagnostiziert. 35.000 Menschen sterben in Deutschland pro Jahr an Darmkrebs. Und dies, obwohl die Erkrankung – wird sie im Frühstadium erkannt – eine 90-prozentige Heilungsrate hat.


Wie entsteht Darmkrebs? Wer ist gefährdet?

Meist entwickelt sich Darmkrebs aus Polypen, die lange Jahre gutartig sein können. Vor dem 40. Lebensjahr tritt Darmkrebs selten auf, mit zunehmendem Alter steigt die Zahl der Erkrankungen jedoch immer steiler an. Eine Reihe von Faktoren kann die Entstehung von Darmkrebs begünstigen. Fettreiche Ernährung, ballaststoffarme Kost und Rauchen – all dies sind Risiken, denen wir selbst gegensteuern können. Besonders gefährdet sind jedoch Personen,
bei denen bereits Darm-Polypen diagnostiziert wurden oder die an einer familiären Polyposis – einer Erbkrankheit, bei der bis zu tausend Polypen im
gesamten Dickdarm entstehen – leiden. Auch wenn Familienmitglieder an anderen Krebsarten erkrankt sind oder bei Verwandten ersten Grades Darmpolypen oder Darmkrebserkrankungen aufgetreten sind, steigt das Risiko. Zudem sollten Patienten mit entzündlichen Darmerkrankungen (z. B. Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa) ein besonders enges Vorsorgeraster einhalten.


Was können Sie zur Vorsorge tun?
Neben der Darmspiegelung (Koloskopie) hat der biochemische Blutnachweis im
Stuhl große Bedeutung für die Früherkennung. Die Nachweismethoden im Rahmen der Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherungen unterscheiden jedoch nicht zwischen menschlichem und tierischem Blut. Die Folge: Vor dem Test müssen die Patienten eine mehrtägige fleischlose Diät halten. Und selbst danach ist der Test nicht wirklich eindeutig. Die Tumor M2-PK-Bestimmung im Stuhl hingegen ist wesentlich zuverlässiger. Sie sucht nach einem typischen Enzym, das vom Tumor gebildet wird.


Effektiv und zuverlässig - test auf Tumor M2-PK
Ein neuer Test bestimmt das Vorkommen des für den Tumorstoffwechsel wichtigen Schlüsselenzyms Tumor M2-PK. Die Tumor M2-PK ist krebsspezifsch und damit in puncto Aussagefähigkeit ein Fortschritt in der Magen-Darmkrebs-Vorsorge. Mit der neuen Methode kann bereits frühzeitig ein Darmkrebs-geschehen erkannt werden, da dieser Test eine weitaus höhere Empfndlichkeit und Speziftät als die herkömmlichen Tests auf Blut im Stuhl hat.
Sollte der Test auffällig sein, so sind Folgeuntersuchungen – meist zunächst eine
Darmspiegelung – zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen möglich.

 
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